tilleulenspiegel.org

Till Eulenspiegel

Noch heute kennt jedes Kind die Volksgeschichten des berühmtesten aller Narren: Till Eulenspiegel. Die älteste entdeckte Ausgabe der Erzählungen stammt vom Anfang des 16. Jahrhunderts. Ob das Volksbuch auf wahren Begebenheiten ruht, konnte bis heute jedoch nicht eindeutig bewiesen werden.

Wer war Till Eulenspiegel?

Das Volksbuch berichtet, dass Till Eulenspiegel 1300 in Kneitlingen geboren wird und 1350 in Mölln im Herzogtum Lauenburg stirbt. Zu Lebzeiten reist er umher und obwohl er oft als Narr bezeichnet wird, ist er den Menschen, denen er begegnet geistig überlegen und spielt ihnen immer wieder Streiche. Till Eulenspiegel zeichnet sich dadurch aus, dass er alles was seine Mitmenschen zu ihm sagen wörtlich nimmt. Ihm gelingt es dadurch, die Opfer seiner Streiche bloßzustellen und gleichzeitig die zu seiner Zeit herrschenden Probleme aufzudecken.

Till Eulenspiegel wurde häufig als Narr bezeichnet, obwohl er durch seine Cleverness in vielen heiklen Situation triumphierte.

Till Eulenspiegel wurde häufig als Narr bezeichnet, obwohl er durch seine Cleverness in vielen heiklen Situation triumphierte.

Die bekanntesten Geschichten

Die Anzahl der Streiche des Till Eulenspiegel ist sehr groß, doch einige von ihnen sind bekannter geworden, als andere.
Zu den Bekanntesten gehört z.B. die Geschichte als Till Eulenspiegel auf der Burg des Grafen von Anhalt als Turmbläser wird. Er soll bei Sichtkontakt zu einem Feind sein Horn blasen. Doch weil er kein Essen erhält, beschließt er kein Zeichen zu geben, als tatsächlich Feinde auftauchen und die Burg überfallen. Als der Herzog ihn wütend nach dem Grund dafür fragt, besteht der Schelm darauf, dass man ohne Essen auch nicht ins Horn blasen könne.
Eine weitere bekannte Geschichte ist die von Till Eulenspiegel als Bäcker. Auf die Frage was genau er denn backen solle, antwortet der Bäcker spöttisch, er solle Meerkatzen und Eulen backen. Till Eulenspiegel nimmt ihn jedoch beim Wort und formt aus dem Teig tatsächlich lauter Eulen und Meerkatzen.
In einer anderen Geschichte wird Till Eulenspiegel herausgefordert, einem Esel das Lesen beizubringen. Er legt zwischen die Seiten eines Buches Hafer und so dressiert er das Tier mit dem Maul die Seiten umzublättern. Dann versammelt er die Herausforderer und führt vor, wie der hungrige Esel die Seiten auf der Suche nach Futter umblättert, aber diesmal keinen Hafer findet. Ungeduldig ruft der Esel: „I-a. I-a.“ und da erläutert der Schelm, dass der Esel schon die ersten beiden Buchstaben, das I und das A, gelernt habe und er ihm die restlichen später beibringen wolle. So zeigt er sich selbst in dieser Situation überlegen.